DDR VERGANGENHEIT, SOZIALE LAGE UND AUSWIRKUNGEN AUF DIE PSYCHISCHE UND PSYCHOSOZIALE GESUNDHEIT

Das Teilprojekt des Robert Koch-Instituts nutzt Daten bevölkerungsrepräsentativer Gesundheitssurveys, die zu fünf Zeitpunkten erhoben wurden: 1991-1992, 1998, 2003, 2008-2011, 2009-2012. Anhand dieser Daten wird zunächst beschrieben, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der psychischen und psychosozialen Gesundheit von Menschen, die in der ehemaligen DDR bzw. der BRD sozialisiert wurden, bestehen. Da die Daten einen Zeitraum von 20 Jahren umfassen können auch Aussagen darüber getroffen werden, wie langfristig die gesundheitlichen Auswirkungen der Sozialisation in der ehemaligen DDR sind. Außerdem soll im Rahmen von Kohortenanalysen untersucht werden, welche Rolle das Alter, in dem man in der DDR gelebt hat und die Wiedervereinigung erlebt hat, spielt. Ein weiterer Schwerpunkt des Teilprojektes stellen Zusammenhänge zur sozialen Lage dar. Zum einen wird untersucht, ob die bekannten sozialen Unterschiede in der psychischen und psychosozialen Gesundheit bei Menschen, die in der ehemaligen DDR bzw. BRD sozialisiert wurden, ähnlich oder unterschiedlich ausgeprägt sind. Zum anderen wird betrachtet, ob Unterschiede in der psychischen und psychosozialen Gesundheit auf eine unterschiedliche Sozialisation oder Unterschiede in der sozialen Lage, also z.B. in Bezug auf Einkommen, Bildung oder Berufsstatus, zurückgehen.

Verantwortliche für das Teilprojekt:

Robert Koch-Institut:
PD Dr. PH Thomas Lampert

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